Vom Kater, Code und der zweiten Runde Gold
Der Plan heute früh war simpel: Nach der morgendlichen Katzen-Olympiade noch schnell eine Runde Schlaf nachholen. Tja. Wollen und Machen sind leider zwei völlig verschiedene Betriebssysteme. Aber gut. Dafür hat der Kater den restlichen Tag im Koma verbracht. Verstehe ich vollkommen – Spitzenathleten brauchen schließlich ihre Regenerationsphasen. Ich hingegen durfte arbeiten. Ein bisschen Denken, ein bisschen Python, ein bisschen RabbitMQ durch die Gegend schubsen. Irgendjemand muss die Dosen ja bezahlen.
Man glaubt es kaum, aber ich freue mich gerade fast hysterisch auf mein Bett. Einfach nur schlafen, bevor der Wahnsinn morgen früh von vorne losgeht. Vorher habe ich mich aber noch kurz an das Buch gesetzt, den zweiten Teil von “Der Preis des Applauses”. Die Szene war kritisch: Leo, Max und Klaus stehen kurz davor, Sandra endlich alles zu beichten. Die Spannung steigt, die Luft knistert … und was denkt ihr, wer exakt in diesem Moment die zweite Runde seiner persönlichen Sommerspiele eingeläutet hat?
Wahrscheinlich geht es gerade wieder um Gold. Ich weiß nicht, gegen wen er antritt – vermutlich gegen einen unsichtbaren Dämon oder einen Staubfussel – und ich werde es auch nicht erfahren. Alles, was ich weiß: Ich hoffe, die Siegerehrung ist bald vorbei. Ein Achtzehn-Stunden-Tag muss auch einfach mal sterben dürfen.
Gute Nacht.