Ein Labrador, ein Schuh und eine Sackgasse

Es läuft nicht immer alles nach Plan. Weder im Leben noch im Roman. Aktuell hängen meine Protagonisten Severin und Bernd in einer ziemlich brenzligen Situation fest: Eine alte Fabrikhalle, draußen nervöse Sicherheitskräfte und drinnen die Menschen, die das System ausgespuckt hat.

Ich weiß genau, was als Nächstes passieren muss: Severin muss zurück in die Zone, an den Laptop, um die Wahrheit über den Insolvenzverwalter zu veröffentlichen. Das „Was“ ist klar. Das „Wie“ ist mein großes Problem. Ich starre auf den Bildschirm und habe einen klassischen Plot-Blackout.

Die Szene ist eingefroren. Bis auf ein Detail: Nax. Der Labrador hat sich in meiner Vorstellung (und vielleicht auch in der Realität unter meinem Schreibtisch) einen Schuh geschnappt und zerlegt ihn genüsslich. Während er also Fakten schafft (Schuh kaputt), versuche ich, die Brücke für meine Charaktere zu bauen. Drückt mir die Daumen, dass ich den Ausweg finde, bevor der Schuh komplett weg ist.